50 Prozent der Mineralölsteuer und 100 Prozent des Mineralölsteuerzuschlags fliessen heute in die Spezialfinanzierung Strassenverkehr (SFSV oder «Strassenkasse»). Aus diesen Einnahmen wird unter anderem der ordentliche Bedarf – also die Kosten für den Betrieb, den Unterhalt und den Ausbau des Nationalstrassennetzes – finanziert. Ein beträchtlicher Teil des Geldes fliesst jedoch schon heute in den Verkehrsträger Schiene. So werden Eisenbahngrossprojekte (v.a. NEAT), der kombinierte Verkehr, der Bahntransport von Motorfahrzeugen (Autoverlad) und die Schieneninfrastruktur in den Agglomerationen erheblich mitfinanziert. Insgesamt handelt es sich um mehr als 900 Millionen Franken oder 23 Prozent aller Einnahmen, die jedes Jahr von der Strasse hin zur Schiene umgeleitet werden. Dabei sind die Mittel (fast 1'000 Mio. Franken), die der öV aus der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) erhält, noch nicht einmal berücksichtigt.