Stopp
11.04.2012 15:51

Am falschen Ort gespart

Bern spart beim Strassenunterhalt auf dem kantonalen Strassennetz. Das bleibt nicht ohne Folgen. Es leiden alle Verkehrsteilnehmer. Die Sparübung liefert einen Vorgeschmack auf das, was geschieht, wenn die VCS-Initiative angenommen wird.

Der Kanton Bern hat für das Jahr 2012 ein Entlastungsprogramm aufgegleist. Auch zum Sparen angehalten ist das kantonale Tiefbauamt, welches mit 4 Millionen Franken weniger auskommen muss. Dies geht aus einem Bericht der Berner Zeitung hervor.

Einsparen will man diese 4 Millionen Franken beim Berner Tiefbauamt, indem man den betrieblichen Unterhalt der Kantonsstrassen reduziert. So wird in Zukunft nur noch einmal monatlich die ordentliche Strassenreinigung durchgeführt. Bis anhin wurde diese alle vierzehn Tage durchgeführt. Der Dreck wird also doppelt solange liegen bleiben. Weil Regen und Schmutz die Strassen seifig machen, bedeutet dies also eine ernste Gefahr für die Verkehrsteilnehmer.

Auch in Kauf genommen wird scheinbar eine nicht mehr gewährleistete Strassenentwässerung. Denn das Sparprogramm beinhaltet ebenfalls eine Reduktion der Entschlammung der Strassenschächte. Bei starken Gewittern besteht also die Gefahr von plötzlichen Strassenüberschwemmungen.

Das Beispiel der Strassen-Sparwut des Kantons Bern zeigt: Wer dem Verkehrsträger Strasse mutwillig die eigentlich benötigten Finanzmittel entzieht, gefährdet ernsthaft die Verkehrssicherheit. Ein Vorgeschmack auf die Auswirkungen der VCS-Initiative.

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