Stopp
29.03.2012 16:49

Rekorde feiern – aber nicht dafür bezahlen

Alle fahren mit der SBB. Sie feiert Rekorde bei den Beförderungszahlen und ist pünktlich. Vergessen aber geht: Eine solche Leistung ist nur möglich, weil die Strasse die Schiene massiv quersubventioniert.

Landab, landauf wird in den Zeitungen über den tollen Rekord der SBB geschrieben. Fast eine Million Zugpassagiere befördert die Bahn. Und auch über das erfreuliche Konzernergebnis und die Pünktlichkeit berichten die Medien voller Euphorie.

Gedämpft wird der Jubelchor erst, wenn man auf die Bahnpreise zu sprechen kommt. So heisst es im Tages-Anzeiger etwa: „Trotz der erneut erfolgreichen Zahlen im Personenverkehr profitieren die Pendler nicht.“ In der Folge ist voller Unverständnis die Rede von happigen Preisaufschlägen.

Dass fast jede zweite Bahnfahrt von den Autofahrern berappt wird, liest man nicht. Immerhin weiss das Mike Hugi. Er schreibt in seinem Online-Kommentar: „Na ja, wenn Sie gerade Kostenwahrheit ansprechen, da würde ich den Ball bezüglich "ÖV - Auto" flach halten. Würde die Einnahmen vom Individualverkehr auch zu 100% für dessen Ausgaben eingesetzt, dann wäre dieser Kostendeckend und das Zugticket würde um einiges mehr kosten.

 

 

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